Wie ich wurde, was ich bin oder: vom Lesen, zum Bloggen, zur Selbstständigkeit

Titelbild

Diesen Beitrag zu schreiben, fiel mir nicht wirklich leicht, musste ich doch erst lernen, dass man auch auf einer Businessseite privates zeigen darf. Eigentlich habe ich keine Probleme damit auch mal was Privates von mir preis zu geben, doch auf geschäftlicher Basis? Habe ich doch noch gelernt, dass man im Beruf lieber nicht so viel von sich erzählt, da dies dort nichts zu suchen hat. Wie kam ich also darauf, diesen Beitrag zu schreiben?

Vor einiger Zeit startete die liebe Judith von Sympatexter einen Aufruf für die Boom Boom Blog 2022 Challenge. Damit wollte sie uns helfen, auf unseren Blogs mal etwas transparenter zu erscheinen. So kann man uns besser kennenlernen, bevor man mit seinem Anliegen an uns heran tritt.

Da ich im Bloggen gerne besser werden will und auch meine Selbstständigkeit voran treibe möchte, war klar, da melde ich mich an. Gesagt, getan und in den letzten Tagen gab es einige Dinge, die sich rund um den Beitrag gedreht haben und nun in diesem Text münden.

Nun wisst ihr, warum dieser doch recht private Beitrag hier erscheint, auch wenn es ja schon eine Seite “über mich“ gibt. Ich bin sehr gespannt, was ihr davon haltet. 

Also fang ich doch einfach mal ganz am Anfang an:

Klein Ela 1967

1) 11. Oktober 1967 – Ich kam, mit einer kleinen Verspätung, in Nürnberg zur Welt. Und damit bereicherte ich meine Familie und viele andere.

2) September 1973 – Juli 1984 – Meine Schulzeit habe ich in Glücksburg und Flensburg verbracht. Mit gerade mal fünf Jahren wurde ich eingeschult. Ein wenig früh, deshalb wurde ich dann auch zum zweiten Halbjahr der zweiten Klasse zurückgestuft.

3) August 1984 – März 1985 – In dieser Zeit habe ich eine Ausbildung zur Friseurin begonnen. Ursprünglich wollte ich ja Kosmetikerin werden und leider hatte dieser Beruf damals keine anerkannte Ausbildung, so hatte ich die Wahl zwischen Friseurin oder Drogistin. Jedoch musste ich diesen Traum aus gesundheitlichen Gründen (Allergie) begraben.

4) April 1985 – Januar 1986 – in dieser Zeit war ich leider ohne Arbeit. Über die Volkshochschule belegte ich einen Schreibmaschinenkurs. Ja, zu der Zeit hat man wirklich noch mit Schreibmaschinen geschrieben, Computer gab es da ja noch nicht wirklich.

Ela – heute

5) Februar 1986 – September 1987 – Meine Umschulung zur Bürokauffrau. Über das Arbeitsamt wurde mir die Möglichkeit gegeben, endlich einen Beruf zu erlernen. Die Ausbildung war in einem Umschulungswerk in Kiel. Zwar sehr komprimiert, aber ich bekam meine Ausbildung.

6) Oktober 1987 – April 1988 – Endlich machte ich meine allerersten Schritte im Berufsleben. Ich wurde Redaktionsassistentin in einem Anzeigenblatt in Kiel. Eine wirklich tolle Zeit und Erfahrung, die ich dort verbracht habe und gewinnen konnte. Der Blick in die Zeitungswelt war echt lehrreich und ich kann so etwas einfach nur empfehlen.

7) Ab Juni 1988 – bis Oktober 1991 – arbeitete ich dort als Bürokauffrau, bekam Einblick in die private und gewerbliche Anzeigenaufnahme und Zeitungsausträgervermittlung.

8) 1991 – 1996 – Arbeitsreiche Zeit. Unter anderem war ich in der Statistik im Arbeitsamt Kiel tätig. Monatlich die Arbeitslosenzahlen errechnen und das noch mit den riesen Computerausdruck Listen. Echt riesige Papierbahnen waren das. Was liebe ich doch heute, die Möglichkeit von Exel Dateien am PC.

Hochzeit 1997

9) 11. Juli 1997 – Einer der schönsten Tage in meinem Leben, unsere Hochzeit. Sie fand genau in jenem Restaurant statt, in dem wir uns kennengelernt haben. Zu der Zeit war der Cousin meines Mannes, der Besitzer. Wir waren im Garten und hatten einen herrlich Blick auf die Kieler Förde von dort. Was für ein Panorama.

10) 1996 – 2003 – Rundreise durch Deutschland. Mein Mann war (mittlerweile ist er im Ruhestand) Berufssoldat der Marine und somit habe wir einige Umzüge gemacht, je nachdem wo ihn die Bundeswehr haben wollte. Ich wollte niemals der Grund sein, dass er nicht im Rang höher kommt, so bin ich stets mitgegangen. So waren wir zu Anfang im Osten, dann im Westen, später im Süden und zuletzt wieder im Osten von Deutschland. In dieser Zeit führte ich diverse Minijobs aus.

Juniors Spieluhr und Schnullerkette

11) April 2003 – Ein denkwürdiger Tag, wir wurden endlich eine richtige Familie. Unser Sohn wurde in Jever geboren. Damit waren wir nun endlich komplett. Die Geburt dauert sage und schreibe 30 Stunden. Der junge Mann versuchte durchs Zwergfell rauszukommen, da auf der von der Natur vorgesehenen Seite zu wenig Platz war. Der Papa musste sogar noch an diesem Tag einen Strafzettel wegen Falschparkens beim Standesamt zahlen. Heute studiert er Informatik und Elektrotechnik. Ich bin mächtig stolz auf ihn.

Mein Schutzengel – bekommen von einer Nachbarin direkt nach meiner Brustkrebs OP.

12) März 2018 – Diagnose Brustkrebs! Wie wohl jede Frau mit 50 Jahren, bekam ich die Aufforderung zum Mammographie Screening Programm per Post, incl des Termins. Ja und den nahm ich war. Dachte ich doch, wird schon nichts sein, doch Pustekuchen. Damit ging es los und ich musste viel umdenken. Auch wenn ich noch nicht ganz durch bin, so ziehe ich doch für mich einiges heraus. Habe viel über mich gelernt und, leider, auch über mein Umfeld.

13) Juli 2019 – Oktober 2021 – war ich im Altehilfezentrum in Rövershagen als Reinigungskraft tätig. Zwei/drei Mal die Woche habe ich dort für die Bewohner, die Zimmer gereinigt, beim Frühstück geholfen und einiges mehr. Es war eine schöne Zeit.

14) Seit Februar 2020 – arbeite ich für SKOUTZ, einem Autorenservice, unter anderem im Social Media Marketing. Durch meine Liebe zu Büchern (führe seit über 11 Jahren einen Blog (Sonnenblümchens Dreams) kam ich dazu. Ich liebe Social Media, besonders gerne bin ich auf Instagram. Momentan bilde ich mich darin über die Google Werkstatt weiter. Geplant ist noch eine Weiterbildung in Buchsatz für eBooks und Taschenbücher und auch Coverdesign. Da ich sehr gerne Bildbearbeitung mache, denke ich, sollte es mir gut von der Hand gehen.

15) Juli 2021 – Sprunggelenksfraktur mit Totalschaden (Tolpatsch lässt grüßen). Ich wollte wohl meinen Pilotenschein in unserem Treppenhaus machen. Doch genau dieser Unfall hat mir meine Selbstständigkeit beschert. Es ist echt schon merkwürdig. Was einem alles passieren muss, bis man sich den einen oder auch anderen Traum erfüllt.

16) Heute: November 2021 – Ich konnte mir endlich meinen Traum erfüllen. Nun bin ich offizell virtuelle Assistentin für Büromanagement und Marketing.

Hier der Beweis, dass ich getanzt habe.

Noch mehr Ich

Turniertanz habe ich fast 20 Jahre lang betrieben und auch einige Jahre als Übungsleiter unterrichtet. Einer meiner absoluten Lieblingstänze ist der Slow Fox.

Meine Freizeit füllen unser Hundemädchen Shari, unser Garten und natürlich das Lesen aus. Vor mir ist kein Buch sicher, ich lese sogar Beipackzettel und Anleitungen. Meine Männer lachen immer darüber, aber hin und wieder kann das sogar helfen.

Ich bin überrascht, wie viele Stationen mich an den heutigen Punkt gebracht haben und genauso gespannt bin ich, was das Leben noch so bringt. Was ich noch lernen darf, welche Menschen meinen Weg kreuzen und wieviel Glück mir noch widerfährt.

Nun bin ich aufgeregt wie ihr diesen Beitrag findet und welches Feedback ihr mir nun gebt. War es zu viel oder würdet ihr gerne noch mehr erfahren? 

Gruß Ela 

7 Gedanken zu „Wie ich wurde, was ich bin oder: vom Lesen, zum Bloggen, zur Selbstständigkeit“

    1. Vielen lieben Dank liebe Kerstin.

      Ich habe mich wirklich sehr schwer damit getan soviel privates auf dieser Seite von mir zu schreiben und zu zeigen. Dachte ich doch immer, dass Privates auf einer Business Seite nichts zu suchen hat. Da bin ich wohl noch recht altmodisch, was das angeht. Aber ich lerne dazu und werde immer mutiger, mich auch mal auf außergewöhnliche Sachen einzulassen.

      Gruß Ela

  1. Eine schöne Zusammenfassung deines bisherigen Lebens und wir wünschen dir noch viele schöne spannende Erlebnisse für die Zukunft
    Ma und Pa

  2. Liebe Ela,
    viele Umzüge, viele berufliche Wege, Brustkrebs und zuletzt deine kleine Shari – dein Weg hat ganz schön viele Kapriolen geschlagen und ich habe deinen persönlichen Artikel so gerne gelesen! Ich habe das Gefühl, dass du jetzt so verdient endlich angekommen bist, da wo du gerne sein möchtest! Ich wünsche dir natürlich vor allem Gesundheit, die uns beiden ja so wichtig ist. Alles, alles Gute!
    Annette

    1. Liebe Annette,

      vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Auch ich wünsche Dir viel Gesundheit und hoffentlich treffen wir uns auch mal live und in Farbe.

      Grüßle Ela

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